Sparefroh auf Wikipedia

1950er Jahre

Sparefroh

Im Jahr 1955 beginnt die Blütezeit des Weltspartags. Jedes Jahr wird der Tag des Sparens von mehr Leuten gefeiert. Damit beginnt auch der Aufstieg einer der bekanntesten Werbefiguren Österreichs – des Sparefroh. Das freundliche kleine Kerlchen symbolisiert wie kein anderer die Spargesinnung der Menschen – von Jung bis Alt, vom Enkel bis zur Oma.

Eigentlich hat Sparefroh mehrere Väter und Mütter. Der Ur-Sparefroh wird von einem Zeichner in Stuttgart geschaffen, sein „Kind“ ist jedoch starr und unbeweglich.

Von der Salzburger Sparkasse wird Sparefroh dann „adoptiert“ und 1956 nach Österreich gebracht. Die Salzburger Sparkasse ist es auch, die Sparefroh zum ersten Mal für eine Einladung ihrer Kunden zum Weltspartag einsetzt.

1950er Jahre

Sparefroh

Sparefroh ist in den 50er-Jahren ein unscheinbares Männchen. Dies ändert sich rasch, als ihm ein Salzburger Grafiker 1956 einen flotten Look verpasst. Sparefroh erhält sein unverwechselbares Erscheinungsbild, das wir heute noch kennen: die rote Trichtermütze, die schwarze Haarlocke, das freundliche Lächeln und den glänzenden Münzbauch – und fertig ist der bekannte und sympathische Sparefroh!

Nun wird auch Sparefroh als Biegefigur geboren, eine neuerliche Erfolgsgeschichte. Die Möglichkeit ihn anzufassen, seine Arme und Beine zu biegen und ihm damit „Leben“ einzuhauchen gefällt allen Kindern, und auch vielen Erwachsenen.

1950er Jahre

Sparefroh

Von großer Bedeutung ist eine Entscheidung der Sparkassen im Jahr 1956: Alle Sparkassen sollen Sparefroh zur Leitfigur ihrer Sparwerbung machen und ihn am Weltspartag in den Mittelpunkt rücken.

Die Sparkassen nehmen diesen Auftrag gern an und entwickeln bunte Werbekampagnen mit Plakaten, Einladungen, Malkarten, Lesezeichen, Anhängern, Bastelbögen usw.

Es war auch im Jahr 1956, als das Sparefroh-Magazin das Licht der Welt erblickt. Seitdem begleitet die Zeitschrift viele Kinder und Jugendliche durch ihre Schulzeit.

1950er Jahre

Sparefroh

Sparefroh ist bald in aller Munde. Sein Name geht sogar in den täglichen Sprachgebrauch über: Wer sparsam ist, wird kurzerhand als Sparefroh bezeichnet. Auch ein Sparefroh-Lied wird komponiert! Nicht nur am Weltspartag, sondern auch bei sonstigen Anlässen verkleiden sich Schauspieler als Biegemännchen – sehr zum Spaß der Kinder und ihrer Eltern.

Sparefroh-Kostüme sind der große Hit bei Faschingspartys, Kostümfesten und Fotowettbewerben. Sogar als Filmstar macht Sparefroh Karriere: In dem Streifen „Der Zaubergroschen“ tritt er als kluger Ratgeber eines Müllers auf, der seinen Betrieb ohne Kredit nur durch Sparen erfolgreich auf neue Beine stellt.

1960er Jahre

Sparefroh

Die Erfolgs- geschichte geht weiter. Zu Beginn der 60er-Jahre wird Sparefroh ein neues Design verpasst. In Wien-Landstraße wird eine Gasse nach ihm benannt, die es heute noch gibt. Alle Tafelklassler in Wien erhalten zum Schulbeginn einen Sparefroh als Ansteckfigur.

1970er Jahre

Sparefroh

Das Sparefroh-Magazin wird vom Unterrichtsministerium als offizieller Lehrbehelf anerkannt – eine große Auszeichnung, die nur ausgewählten Publikationen zuteil wird. Das Sparefroh-Magazin erscheint nun in einer Rekordauflage von 400.000 Exemplaren! Über 60 % der Volksschüler und fast 80 % der Haupt- und Mittelschüler lesen die Hefte und sind davon begeistert. Das Sparefroh-Magazin ist die größte Jugendzeitschrift Österreichs!

Für besondere Leistungen bei der Spar- und Wirtschaftserziehung erhalten Lehrer und Pädagogen sowie Schulklassen und Jugendgruppen den „Goldenen Sparefroh“ – eine wertvolle Auszeichnung.

1970er Jahre

Sparefroh

Unter den Preisträgern ist auch der spätere Wiener Bürgermeister Dr. Helmut Zilk, der sich um die Erziehung und Motivation von Kindern verdient macht.

Der Bekanntheitsgrad von Sparefroh ist nun auf dem Höhepunkt. Untersuchungen ergeben: Praktisch 100 % aller Menschen in Österreich wissen, wer Sparefroh ist! Psychologen glauben, die Begründung dafür zu kennen: Sparefroh ist das Symbol für eine positive Einstellung. Sparen ist oft nicht mit Freude verbunden, sondern eher mit Entbehrungen. „Froh sparen“ kann jedoch jeder, der den künftigen Nutzen mehr im Sinn hat als die Entbehrungen.

1980er Jahre

Sparefroh

Das Sparefroh-Magazin besteht aus Bildungsbeiträgen, Wettbewerben und kurzen Geschichten, meist mit erzieherischem Inhalt.
Gegen Ende der 80er-Jahre ändert sich das Magazin von einem Lehrbehelf zu einem zeitgemäßen Ratgeber für die täglichen Probleme von 12-jährigen.

Sparefroh tritt nun als dynamische Comic-Figur mit menschlichem Aussehen auf, die als Freund der Kinder zum Mittelpunkt von amüsanten Bildergeschichten wird.

1990er Jahre

Sparefroh

Im Lauf der 90er-Jahre verliert der Weltspartag an Bedeutung, und damit auch die Popularität von Sparefroh. Kritiker behaupten, Sparefroh sei nicht mehr zeitgemäß, Sparen wäre aus der Mode gekommen, heute investiere man in Aktien und Fonds, Sparefroh habe sein Aufgabe erfüllt, jetzt wären andere Leitfiguren gefragt. Ein Irrtum, wie sich schon bald herausstellen wird.

Für Sparefroh brechen schwierige Zeiten an. In Zeitungsartikeln wird sogar fälschlich seine „Pensionierung“ angekündigt. Mit „Knax“ erwächst ihm zudem große Konkurrenz bei den Sparkassen. „Knax“ ist eine Comics-Serie, die keine pädagogischen Ziele verfolgt, sondern vor allem der Unterhaltung dient. Die Auflage des Sparefroh-Magazins sinkt kontinuierlich.

2000er Jahre

Sparefroh

2006 ist das Comeback des Sparefroh da! Untersuchungen ergeben, dass Sparefroh bei allen Bevölkerungs- und Altersschichten außergewöhnlich hohe Sympathiewerte genießt. Für viele Fans ist dies nicht überraschend, vielmehr sind sie der Meinung Sparefroh wäre nie weg gewesen, er habe sich nur neu erfunden, wie schon so oft in seiner langen Laufbahn.

Sparefroh tritt nun im topmodernen Retro-Stil der 60er- und 70er-Jahre auf. Als animierte 3D-Figur übernimmt er sogar Gastrollen in Werbespots der Erste Bank und Sparkassen.

2000er Jahre

Sparefroh

Im Jahr 2006 feiert Sparefroh seinen 50. Geburtstag – so frisch wie eh und je. Das Sparefroh-Magazin erscheint völlig neu gestaltet und begeistert die Kinder mit nützlichen Infos, witzigen Comics, Preisausschreiben und kreativen Basteltipps. Mittlerweile hat Sparefroh sogar eine eigene Fernsehstation: Im Sparefroh TV auf www.sparefroh.at erfahren die jungen Seher viel Interessantes rund ums Geld.

HEUTE

Sparefroh

Sparefroh ist das Symbol der Erste Bank und Sparkassen für das Sparen und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Als Liebling von Jung und Alt ist er ständig im Einsatz: bei Festen und Events, beim Weltspartag und vielen Promotions, als Maskottchen beim Kinderlauf sowie als Presenter seiner cleveren Sparkarte, der Sparefroh Junior ProfitCard.

Sparefroh bringt den Kindern den richtigen Umgang mit Geld näher, er schärft ihre Sinne für Werte und natürliche Reserven und zeigt ihnen die richtige Balance zwischen Konsumieren und Bewahren – Erkenntnisse, die heute wichtiger sind denn je.